Fünf kleine Modelle für zwischendurch: drei Blütenformen, zwei Blattvarianten und eine Spirale. Perfekt, um Reste zu verbrauchen, Taschen zu verzieren oder einen Kranz zu bestücken.
Blüten und Blätter sind meine liebste Häkelei für zwischendurch. Sie brauchen kaum Material, sind in einer Viertelstunde fertig und lassen sich endlos kombinieren – als Kranz an der Wand, als Applikation auf einer Tasche oder einfach als kleines Mitbringsel.
Alle sechs Modelle auf dieser Seite starten mit einem Fadenring oder einer Luftmaschenkette und kommen mit den Grundmaschen aus. Wenn du feste Maschen und Stäbchen beherrschst, kannst du sofort loslegen. Falls nicht, schau vorher kurz in die Häkel-Basics.
Die Modelle sind bewusst so aufgebaut, dass sie aufeinander aufbauen: Blüte 1 ist einlagig und flach, Blüte 2 bekommt eine zweite Blütenlage darunter, Blüte 3 wird gerollt statt in Runden gearbeitet. Häkle sie in dieser Reihenfolge, dann hast du am Ende drei verschiedene Techniken gelernt.
| Lm | Luftmasche |
| Km | Kettmasche |
| fM | Feste Masche |
| hStb | Halbes Stäbchen |
| Stb | Stäbchen |
| dStb | Doppelstäbchen |
| MR | Magic Ring / Fadenring |
| [ ] | Inhalt in dieselbe Masche arbeiten |
| * … * | Wiederholung |
Fast jede Blüte beginnt mit einem Ring, den du am Ende straff zuziehen kannst – so entsteht eine geschlossene Blütenmitte ohne Loch. Es gibt zwei Wege dorthin.
Für Anfängerinnen ist Variante B entspannter. Sobald du sicherer wirst, lohnt sich der Fadenring – die Blütenmitte sieht damit deutlich sauberer aus.
Das Einsteigermodell: eine flache Blüte mit fünf runden Blättern, die in einem Durchgang entsteht. Ideal als Applikation auf Taschen oder Mützen.
Für die Blütenmitte kannst du einen kleinen Knopf oder eine Perle aufnähen. Oder du häkelst die erste Runde in einer zweiten Farbe – dann leuchtet die Mitte von allein.
Hier liegt eine zweite, größere Blütenlage hinter der ersten – dadurch wird die Blüte plastisch statt flach. Der Trick: Die untere Lage wird auf Luftmaschenbögen gearbeitet, die du hinter der Arbeit ansetzt.
Für einen Farbverlauf wechselst du nach Runde 3 die Farbe – die untere Lage in einem dunkleren Ton lässt die Blüte deutlich tiefer wirken.
Diese Blüte wird nicht in Runden gehäkelt, sondern als langer Streifen, den du anschließend zur Rose aufrollst. Das Ergebnis sieht aufwendig aus, ist aber die schnellste Blüte auf dieser Seite.
Je mehr Stäbchen du pro Luftmasche arbeitest, desto voller wird die Rose. Mit 3 Stb pro Lm bekommst du eine üppige Blüte, mit nur 1 Stb eine schlanke Knospe.
Ein schmales Blatt, das rund um eine Luftmaschenkette gearbeitet wird. Die Spitze entsteht ganz von allein, indem du an der Kettenspitze mehrere Maschen in dieselbe Luftmasche häkelst.
Willst du ein breiteres Blatt, ersetze die 5 Stb durch 3 Stb und 2 dStb – das macht die Mitte deutlich bauchiger.
Dieselbe Grundform wie Blatt 1, nur größer und mit einem Stiel, der direkt angehäkelt wird. Damit lässt sich das Blatt später am Kranz oder Zweig befestigen, ohne dass man die Naht sieht.
Für ein Blätterpaar häkelst du das zweite Blatt einfach an den Stiel des ersten an, statt den Faden abzuschneiden – so entsteht ein natürlich wirkender kleiner Zweig.
Die Ranke rollt sich beim Häkeln ganz von selbst zur Spirale auf – weil du in jede Luftmasche mehrere Maschen arbeitest und das Material dadurch mehr Länge braucht, als die Kette hergibt.
Mehr Drehung gefällig? Häkle 4 fM statt 3 in jede Luftmasche – dann kringelt sich die Ranke deutlich enger. Mit 2 fM wird sie dagegen fast gerade und eignet sich eher als Schnur.
Blüten, Blätter und Ranken auf einem Metallring arrangieren und festnähen – erst legen, dann fixieren.
Eine einzelne Blüte auf eine gehäkelte Tasche nähen verwandelt ein schlichtes Stück in ein Unikat.
Kleine Blüte mit einem Faden an der Schleife befestigen – schöner als jede gekaufte Karte.
Blüten auf Blumendraht ziehen, mit Floristenband umwickeln und zu einem Strauß binden, der nie welkt.
Lockere Maschen lassen Blüten schlapp wirken. Nimm eine Nadelstärke kleiner als auf der Banderole angegeben, dann behalten die Blätter ihre Form.
Bei Kränzen und Applikationen alles zuerst nur auflegen und ein Foto machen. Oft sieht die zweite Anordnung besser aus als die erste.
Drei oder fünf Blüten pro Gruppe wirken lebendiger als vier. Das gleiche gilt für Blätter – lieber asymmetrisch als perfekt verteilt.